Abenteuer Kunst 

Steig ein!

Kunst in Kirchen

Kirchen dienen der Verehrung Gottes und sind Versammlungsorte für christliche Gemeinden. Diese Funktionen spiegeln sich sowohl in ihrer Architektur als auch in der prächtigen Ausstattung der Innenräume wider.

Die Ausstattung von Kirchen war über viele Jahrhunderte hinweg ein bedeutender Motor für die Entwicklung der Kunst. Zunächst schufen künstlerisch begabte Handwerker Altäre, Taufbecken, Skulpturen, Glasmalereien und weitere Kunstwerke. Sie erfanden praktische Möbelstücke wie die Kanzel und entwickelten neue Designs. Aus dem Handwerk entstand schließlich die Kunst. So kam zur handwerklichen Arbeit die künstlerische Gestaltung hinzu. Seitdem haben berühmte und weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler zahllose Kunstwerke für Kirchen auf der ganzen Welt geschaffen. Auch heute bieten Kirchen Raum für künstlerische Gestaltung und Ausstellungen.

Hier öffnet sich ein kleines Fenster, durch das du das spannende Verhältnis zwischen Kunst und Kirche entdecken kannst.

Wie bist du hier?

Kirchen sind Orte - mittendrin. Ob in einer Stadt, im Dorf - meist stehen sie im Zentrum. Viele Wege führen an ihre Türen und Portale.
Auch die Marienkirche steht mittendrin: am Markt, im Zentrum, neben dem Rathaus, an der Fußgängerzone.

 Früher bildeten Kirchen den Mittelpunkt einer Gemeinde und waren der zentrale Bezugspunkt im Alltag. Heute sind sie beliebte Ausflugsziele, Orte der Andacht und des Gebets, Rückzugsorte für Stille, Veranstaltungsorte für Konzerte und Ausstellungen und natürlich Orte für Gottesdienste und das Gemeindeleben.

Was brauchst du?

Alles hat seine Zeit

Die Marienkirche ist mittlerweile fast 800 Jahre alt. Im Laufe dieser Zeit haben viele Generationen das Gebäude und seinen Innenraum immer wieder neu erfunden und umgestaltet: Umbauten, Anbauten, Neubauten. In der wechselvollen Geschichte der Kirche blieb kaum ein Stein auf dem anderen.
Ebenso erlebte auch die Innenausstattung tiefgreifende Veränderungen: Religiöse Überzeugungen und das Gottesbild wandelten sich. Wir Menschen passten sie stets unseren jeweiligen Bedürfnissen an. Und wir tun es auch noch heute.

Die Kirche will ein lebendiger Ort sein, an dem das Leben pulsiert. Entdecke die spannende Welt der Werke und ihrer Geschichte(n)!

Malen mit Licht - Glasmalerei

Die Geschichte der Glasmalerei ist geradezu eine Erfolgsstory kirchlicher Kunst. Sie erzählt von der genialen Weiterentwicklung einer uralten Technik im hohen und späten Mittelalter, die wie maßgeschneidert zum christlichen Gottesbild passt und sich wie ein Lauffeuer durch ganz Europa verbreitete. Sie erzählt aber auch - in ihrem Mittelteil - von dem Niedergang dieser Technik in der frühen Neuzeit und von dem Wunsch nach Helligkeit in den alten Kirchen.
Im bisher letzten Kapitel dieser langen Geschichte geht es um einen unglaublichen Aufschwung: Die alte Technik wird neu entdeckt, frische Ideen sprießen, moderne Materialien kommen zum Einsatz und die Farben strahlen heller als je zuvor.

Die Glasmalereien in der Marienkirche erzählen einen Ausschnitt aus diesem faszinierenden Kapitel. Wenn du Lust hast, startet hier das Abenteuer dieses Kapitels.

Was braucht's? - Materialien in der Kunst

Backstein für den Bau der Kirchen, Holz für  Altäre, Gestühl und Skulpturen, Haustein für Grabmäler, Metall für Taufbecken und Kerzenleuchter. 
Für jedes Werkstück, jedes Ausstattungsstück braucht es einen oder mehrere Werkstoffe und es braucht Menschen, die das Material bearbeiten können - Künstler*innen, die mit dem Material spielen, die es in eine Form bringen.

Hier schauen wir den Künstler*innen über die Schulter und erkunden Holz, Stein und Metall als Material in der Kunst.