Alles im Fluss
Die Marienkirche im Wandel
Geschichte ist Veränderung
Die Marienkirche erzählt in ihrer langen wechselvollen Geschichte von tiefgreifenden Veränderungen. Sie erzählt nicht nur vom Krieg, sondern auch von Unwettern, von Vandalismus, von Modernisierungen - von dem Wunsch, Neues zu schaffen. Viele Kapitel dieser Geschichte sind heute nicht mehr leicht zu entziffern. Sie liegen in der Erinnerung uralter Dokumente und Rechnungsbücher und in den stummen Berichten der Steine.
Wenn wir uns die Mühe machen und geduldig sind, können wir dort von Bränden lesen, die im Mittelalter den Chor der damals noch neuen Marienkirche zerstörten. Wir können von politischen Umbrüchen erfahren, in deren Folge Gold- und Silberfiguren beschlagnahmt und eingeschmolzen wurden. Die so entstandenen Lücken in der Ausstattungs der Marienkirche wurden im Laufe der Zeit geschlossen. Die Wunden vernarbten. Neues folgte: ein neuer Altar, ein neuer Lettner und Vieles mehr.
Auch Neues wird alt ...
Beim Blick in den Chorraum fallen auf der rechten Seite die Reste des alten Lettners ins Auge. Nur noch ein Joch, ein Gewölbebogen, ist von der großartigen Anlage erhalten, die sich einst zwischen den Pfeilern erstreckte und das Langhaus vom Chorraum trennte. Auf alten Postkarten aus der Zeit vor 1942 ist sie noch zu sehen: gotische Arkaden mit Steinskulpturen darüber ein prunkvoller Aufbau aus Holz mit Holzskulpuren und Tafelmalereien. Im Zentrum die Namensgeberin der Kirche: Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm.
Dieser alte Lettner war einst neu, modern. Schließlich kam auch er "in die Jahre". Auch er erzählt stumm seine Geschichten: Von Brandkatstrophen, die den Chorraum zerstörten, ihn selbst beschädigten und den alten Altar vernichteten. Es musste damals modernisiert werden. Einflussreiche Finanziers stellten Gelder bereit für den Neubau und für die Neuanschaffung eines Altaraufsatzes. Und wieder: ein Brand! Finanzierungskonzepte, Aufträge an zeitgenössische Künstler. Das alles ist mittlerweile 600 und 500 Jahre her. Und die Geschichte geht weiter.
... wenn es Zeit hat
Auch er war einst neu, brandneu und modern: der sogenannte Fredenhagenaltar. Das liegt natürlich schon einige Zeit zurück.
1697 wurde der Barockaltar vom Kaufmann, Reeder und Ratsherrn Thomas Fredenhagen gestiftet. Offenbar verfügte er über das nötige Kleingeld für eine so prunkvolle Stiftung. Den Altar ließ er in Kopenhagen in der Werkstatt von Thomas Quellinus anfertigen. Quellinus war damals in Norddeutschland und Dänemark ein gefragter Bildhauer, vor allem für Epitaphien und Grabmale. Er befriedigte das Repräsentationsbedürfnis des Adels und des reichen Bürgertums mit Werken aus schwarzem und weißem Marmor, der von weit her importiert werden musste, zum Beispiel aus Flandern, der Heimat des Künstlers. Die Marmorfiguren spiegeln den Zeitgeist wider: dramatisch und expressiv verkörpern sie die Emotionen angesichts der Kreuzigung Jesu. Fredenhagen ließ zudem eine Büste von sich selbst anfertigen, die zusammen mit seinem Wappen seitlich an den Säulen platziert wurde. Ein echtes Prestigeobjekt.
250 Jahre später, während der Wiederaufbaumaßnahmen, fällte der damalige Bischof von Lübeck sein Urteil über den Altar: Der Prunk und das Pathos des Barock entsprächen nicht mehr den religiösen Vorstellungen der Zeit. Schlichtheit sei nun gefragt. Deshalb sollte der Altar abgerissen werden. So geschah es. Die Altarteile wurden eingelagert und werden jetzt wieder vom Dachboden geholt. Der Altar ersteht in alter Pracht wieder.
Nichts ist so beständig wie der Wandel.
Über den Fredehagenaltar kannst du hier mehr erfahren.
Ein Kontrast
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Alt und neu
Mit dem Wiederaufbau der Marienkirche kam zeitgenössische Kunst in die Marienkirche. Die beauftragten Künstler trugen die Verantwortung dafür, dass ihre Werke einerseits die religiösen Inhalte zeitgemäß darstellten und sich andererseits in das historische Ensemble aus Architektur und verbliebener Ausstattung einbinden ließen.
Der Bildhauer Gerhard Marcks erhielt den Auftrag ein lebensgroßes Kruzifix für den neu gestalteten Chorraum zu schaffen. Er wählte Bronze als Material, das er feuervergoldete. Er verwendete also das gleiche Material aus dem auch das mehr als neun Meter hohe Sakramentshaus besteht. Das Sakramentshaus wurde 1479 fertiggestellt und ist Ausdruck der spätmittelalterlichen Hostienverehrung: Die von der Eucharistie-/ Abendmahlsfeier übriggebliebenen geweihten Oblaten durften nicht weggeworfen werden. Sie mussten an einem besonders hergerichteten Ort aufbewahrt werden. In der Marienkirche ist dieser Ort, das Sakramentshaus, besonders prunkvoll und aufwendig gestaltet.
Das Kruzifix von Gerhard Marcks bildet einen Gegenpol zu dieser Pracht und ergänzt die religiöse Aussage. Der Körper Jesu Christi ist sensibel gestaltet und wirkt über Schmerz und Tod erhaben. Er macht sichtbar, was im Sakramentshaus einst verborgen lag.
Eine Chronologie der zeitgenössischen Kunstwerke in St. Marien findest du hier.
Wiederhergestellt
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Auch Baupläne ändern sich
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Erinnerungskultur
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Erinnern an den Tod
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In voller Schönheit
Wie vor sechshundert Jahren steht sie da und schaut traurig-zärtlich auf das Kind in ihren Armen - die Darsow-Madonna. Nichts erinnert mehr daran, dass sie während des Brandes in sprichwörtlich tausend Stücke zersprang. Schwarz-weiß aufnahmen ...